Diesmal reichte der Platz auf der Liedtafel nicht aus – so viel wurde aus Anlass des Jubiläums „25 Jahre Arche Dittelbrunn“ gesungen.

Die Grundsteinlegung des neuen Gotteshauses in zentraler Lage an der Hauptstraße hatten 1991 stattgefunden, Einweihung war am 7. Februar 1993.

Die vollbesetzten Bankreihen waren aber nicht nur dem Jubiläum, sondern auch dem Wiedersehen mit Pfarrer Rolf Roßteuscher geschuldet. Als Pfarrer zur Anstellung hatte er von 1992 bis 2002 an der Schweinfurter Christuskirche seinen Dienst versehen und noch die letzte Bauphase der „Arche“, vor allem aber den Gemeindeaufbau federführend begleitet.

Die neue Kirche war notwendig geworden wegen des rapiden Anstieges von Zuzügen in die angrenzende politische Großgemeinde Dittelbrunn samt ihrer Ortsteile Hambach, Holzhausen und Pfändhausen. Damit wurde ein eigenes Gemeindezentrum als zweiter Sprengel der Christuskirche etabliert. 2002 wechselte Roßteuscher in die Leitung der evangelischen Fachakademie für Sozialpädagogik (FAKS). Seit September 2009 ist er Pfarrer in Niederfüllbach bei Coburg.

Natürlich hielt Roßteuscher seine Festpredigt über die Erzählung von der Arche Noah und der Sintflut.
Hier hätten frühere Generationen das Szenario durchgespielt, was denn wäre, wenn Gott die Welt vernichten würde.
Sie rege zum Nachdenken darüber an, wie wir beispielsweise den Umweltsünden, dem immer neu aufkeimenden Hass oder Rassismus begegnen sollten.

„Diese Geschichte schenkt Hoffnung, dass es auch in größter Bedrohung einen (Aus-)Weg gibt und das Leben auf der Erde weitergehen kann.“
Christen hätten den Auftrag, diese hoffnungsvolle Botschaft zu vermitteln.

Der ehemalige Pfarrer beglückwünschte die Gemeinde zu den 25 „Arche“-Jahren und sprach ihr den Segen für viele weitere Jahre der Verkündigung von „Hoffnung, Orientierung, Trost, Hilfe und der Zuversicht, dass die Welt Zukunft hat“, zu.

Es folgte „die Hymne“ auf die Kirche: „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“. Martin Hub an der Orgel wechselte sich mit dem Evangelischen Posaunenchor Schweinfurt unter Leitung von Wolfhart Berger ab. Die Liturgie gestaltete die seit Oktober 2014 für die „Arche“ zuständige Pfarrerin Donate Molinari, die auch die Grußworte moderierte.

So überbrachte Gemeindereferentin Ida Ziegler Grüße seitens der katholischen Schwestergemeinde St. Rochus. Auch Landrat Florian Töpper lobte die „unaufgeregte, selbstverständliche Ökumene“.
Die „Arche“ als „geistige Einrichtung“ sei „ein bedeutender Eckstein“ geworden und möge noch lange in Dittelbrunn „ankern“.

Hingegen sah Bürgermeister Willi Warmuth die Arche auf offener See, da er ihr „immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ wünschte.
Dabei lobte er besonders die ehrenamtlichen Kirchenvorstandsmitglieder samt dem großen Helferkreis, die „die Segel setzten“, um für gute Fahrt durch die Zeit zu sorgen. Im Foyer wurde eine Foto- und Zeitungsartikelausstellung zum Jubiläum präsentiert.

Dr. Siegfried Bergler

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