Dem Einspringer Nikolai Katsarski war es zu verdanken, dass das Konzert der Saitenklänge überhaupt stattfinden konnte.

Innerhalb von nur fünf Tagen hatte er sich den Part des Primarius im Streichquartett erarbeitet und ersetzte seinen erkrankten Kollegen. So kamen die Zuhörer in den Genuss einer ganz besonderen Zusammenstellung: der Akkordeonist Harald Oeler spannte mit dem Streichquartett Franconia den Bogen von flott groovender Barockmusik bis hin zum Jazz. Ob Johann Sebastian Bachs Cembalokonzert d-Moll mit dem Akkordeon in der Cembalo-Rolle oder Richard Gallianos Opale-Concerto mit jazzigen Klängen – die Musiker zeigten, dass sie in unterschiedlichen Stilen zuhause sind. Höhepunkt vor der Pause war Astor Piazzollas „Ballet-Tango“, ein mitreißendes, zu Herzen gehendes Stück.

Das Streichquartett Franconia schuf den Übergang mit dem expressiven „Adagio und Fuge“ von Mozart. Barocke Anklänge einerseits wie auch eine höchst komplexe Fuge erfüllten sie mit Leben.

Die Besetzung für Akkordeon und Streichquartett ist zwar keine „klassische“, doch zeigten die Bearbeitungen die Vielseitigkeit des Balginstruments. Mal übernahm das Akkordeon die Stimmführung und zeigte sich in Solopassagen, mal tauchte es ein in den kraft- und seelenvollen Streicherklang.
Ohne eine Zugabe entließen die Zuhörer die Musiker nicht. Mit „Oblivion“ verabschiedete sich das Quintett von dem begeistert applaudierenden Publikum.

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