Schweinfurter Tagblatt am 07.10.2013

Die Bewegungskrippe der Christuskirche ist eingeweiht – Neubau statt altem Pfarrhaus

Mit Schwung: Auch der Außenbereich der Kinderkrippe Christuskirche wurde neu gestaltet. Aktuell fehlt noch der Zaun.

Auch wenn schon seit dem 1. September die Kinder in ihr toben – am Samstag ist die Evangelisch-lutherische Kinderkrippe Christuskirche feierlich eingeweiht worden. Die Einrichtung für 25 Kinder von ein bis drei Jahren folgt dem Konzept des bestehenden Kindergartens: In der sogenannten Bewegungskrippe soll die geistige, soziale und körperliche Beweglichkeit der Kinder gefördert werden.

Für die körperliche Fitness stehen in dem Neubau in der Gartenstadt viele Klettergerüste bereit. Im Bewegungsraum hängt ein Netz aus Seilen von der Decke, an dem die Kinder ihre Geschicklichkeit üben können. Draußen wurde ein komplett neuer Spielplatz geschaffen, mit Rutsche, Spielhaus und Klettermöglichkeiten.

Altes Pfarrhaus musste weichen

Die Planung für den Neubau habe bereits vor zwei Jahren begonnen, sagte der Architekt Georg Redelbach in einem Grußwort. Auf dem Grundstück hatte zuvor das alte Pfarrhaus gestanden, doch darin wären heutige Auflagen, etwa beim Brandschutz, nicht umsetzbar gewesen. „So entschloss man sich schweren Herzens, das Pfarrhaus abzureißen“, so der Architekt. Bei Nachbarn und älteren Gemeindemitgliedern sei damals auch Wehmut dabei gewesen.

Redelbach ließ durchblicken, dass die Planung für die Krippe anspruchsvoll gewesen ist, weil für einen solchen Bau besonders viele Vorschriften gelten. „Man fragt sich schon, wie eng das Korsett (der Auflagen; Anm. d. Red.) noch geschnürt werden muss, damit sich unsere Kinder so unendlich frei entfalten können“, so der Architekt mit ironischem Unterton. Kompaktheit, kurze Wege und eine klare Ordnung zeichneten die Räume aus. Insgesamt habe der Bau rund eine Million Euro gekostet.

Träger baut sich, was er braucht

Pfarrer Martin Schewe, der am 15. September seinen Abschiedsgottesdienst gehalten hatte, nannte die Planungen für den Neubau ebenfalls „nicht so einfach“. Jetzt ist er aber sehr zufrieden mit dem Bau, der den Bedürfnissen der Kinder gerecht werde. Schewe predigt jetzt in einem Nürnberger Gemeindeteil und erzählte: „Ich sehe das jetzt in Nürnberg, da baut die Stadt alle Kitas, das sind dann solche ,Kästen‘. Da haben die Träger gar kein Mitspracherecht.“ In Schweinfurt werden sämtliche Kindergärten und Krippen von freien Trägern betrieben. Die Stadt zahlt Fördergelder, hält sich ansonsten aber weitgehend raus.

Regionalbischof Christian Schmidt segnete das Haus. Zuvor hatte er zusammen mit Eltern, Kindern, Mitarbeitern und Kirchenangehörigen einen Gottesdienst in der Christuskirche gefeiert.

Bericht und Foto: Nike Bodenbach

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