Schweinfurter Tagblatt vom 17.09.2013

Abschiedsgottesdienst am Sonntag in der voll besetzten Christuskirche.

Martin Schewe verabschiedet: Den Pfarrer der Christuskirche hat seine Gemeinde am Sonntagnachmittag nach zehnjährigem Wirken in der voll besetzten Kirche verabschiedet.
Dekan Oliver Bruckmann entband ihn von allen Aufgaben. Schewe übernimmt die Gemeinde Kraftshof bei Nürnberg.

Zehn Jahre hat Pfarrer Martin Schewe die evangelische Gemeinde Christuskirche geführt. In einem fast zweistündigen Gottesdienst hat sie ihn am Sonntagnachmittag in der bis zum letzten Platz gefüllten Christuskirche feierlich verabschiedet.

In seine letzte Predigt baut der weltoffene Pfarrer einen Handy-Gag ein. Das Ding klingelt, er geht ran. Ein Gläubiger aus seiner neuen Gemeinde in Kraftshof bei Nürnberg ist dran und will wissen, wo er bleibt. Angeblich ist jetzt schon sein erster Arbeitstag in Kraftshof. „Ich bin in Schweinfurt, halte gerade einen Gottesdienst“, sagt Schewe. Und: „Ich kann nichts dafür, die Dekane haben das so ausgemacht.“ Thematischer Mittelpubnkt des Gottesdienstes ist eine Auferstehungsgeschichte: Jesus sollen einen in Nain verstorbenen Jünglings, der soeben bestattet werden soll, angesichts der Tränen der Mutter wieder zum Leben erweckt haben. Viele Menschen könnten diese Geschichte nicht als wahr annehmen, sagt der scheidende Pfarrer. Er deutet sie so, dass – wie in der „Titanic“-Verfilmung – der Name eines Menschen, der stirbt, nicht ausgelöscht wird, solange die Erinnerung an ihn lebendig bleibt.

Dekan Oliver Bruckmann lässt die wichtigsten Stationen des Pfarrer-Ehepaars Schewe in seiner zehnjährigen Schweinfurter Amtszeit Revue passieren. Martin Schewe lobte er für seinen „Einsatz und seine Begabung, Menschen in besonderer Weise anzusprechen und für die Kirche zu gewinnen. Neben seiner Gemeindearbeit habe Pfarrer Schewe als Beauftragter des Dekanats für die Ökumene und Delegierter in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen gewirkt. Am Ende entpflichtet Bruckmann den scheidenden Pfarrer von allen Aufgaben in Gemeinde und Dekanat.

OB Sebastian Remelé sagt, Schewe sei es gelungen, die großen Fußstapfen seines Vorgängers Martin Steinbach voll auszufüllen. Mit „produktiver Hartnäckigkeit“ habe er sich mit seinem Anliegen auch bei der Stadtverwaltung durchgesetzt. Nach dem Gottesdienst haben die Funktionsträger der Gemeinde Christuskirche und alle Gläubigen Gelegenheit, sich in der Kirche von Martin Schewe zu verabschieden.

Schweinfurter Tagblatt vom 17.09.2013 / Bericht: Stefan Sauer, Foto: Josef Lamber

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