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Schweinfurter Tagblatt vom 03.07.2012

„Grüner Gockel“: Beim Gemeindefest der Christuskirche gaben den Startschuss für das Umweltprojekt (von links) Auditor und Leiter Günter Tempel, Diakonie-Energieberater Siegfried Fuchs, die Landes-Synodalin Renate Käser (Euerbach) und Pfarrer Martin Schewe. Bild: Foto: Hannes Helferich

 

Die evangelische Gemeinde St. Michael Gochsheim hat ihn schon, die Christuskirche auf der Maibacher Höhe will ihn haben: den „Grünen Gockel“. Am Sonntag beim Gemeindefest fiel der Startschuss, damit das Federvieh in zwei Jahren auch von einem Schweinfurter Kirchendach seine Umweltphilosophie herunterkräht.

„Anstrengungen zur Verminderung des CO2-Ausstoßes tragen wesentlich dazu bei, Gottes gute Schöpfung zu bewahren“, sagte Pfarrer Martin Schewe beim Gemeindefest. Möglichkeiten dazu gebe es viele, aber nur ein kontinuierlicher Blick auf die Umweltbilanz helfe, den Klimawandel zu begrenzen und die Schöpfung zu bewahren.

Die Christuskirche ist im Bereich das Dekanats die dritte Kirchengemeinde (neben Gochsheim noch Niederwerrn), die der Empfehlung der Landessynode vom April 2009 gefolgt ist, dieses Umweltmanagement-System einzuführen. Durch das Projekt wird ein Qualitätszirkel geschaffen, der kontinuierliche Wachsamkeit für die Umwelt garantiert: Ein – auf der Maibacher Höhe noch zu bildendes – Umweltteam kontrolliert regelmäßig die wichtigsten Daten, erarbeitet Verbesserungsvorschläge für die Umweltbilanz.

Der „Grüne Gockel“ ist speziell für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen entwickelt worden, erfüllt aber zugleich die Standards des europäischen Öko-Audits. Das Projekt hilft, Einsparpotenziale zu erkennen, es soll eine Verhaltensänderung bewirken und sinnvolle Investitionen in Innovationen planen.

Wie das Beispiel Gochsheim zeigt, lassen sich die Verbräuche enorm reduzieren. Die CO-Emissionen haben sich für die drei Gebäude von 65,4 Tonnen im Jahr 2009 auf unglaubliche 12,6 Tonnen im Jahr 2011 reduziert. Der Gesamtstromverbrauch reduzierte sich von 9371 Kilowattstunden im Jahr 2009 auf 7288 im Jahr 2011, der gesamte Heizenergieverbrauch ging von 232 754 kWh in 2009 auf 145 346 im zurückliegenden Jahr 2011 zurück.

Die Christuskirche will mit ihren Angeboten „gerade Kinder und Jugendliche, Familien und Kirchenferne in ein Gespräch mit Gott und Kirche bringen“, sagt Schewe. Das gesamte Programm sei auf Tradition, aber auch „auf neue Wege ausgerichtet“. Regelmäßige Gottesdienste für Brot für die Welt oder das Erinnern an den Pogrom am 9. November zeugten von einem „Bewusstsein und Bewusstmachen für das, was es noch so gibt“, sei also ein „über den Tellerrand hinausschauen“, sagte Schewe.

Dazu gehöre auch, sich den Energie- und Umweltfragen zu stellen. Aus diesem Grund habe der Kirchenvorstand beschlossen, den Grünen Gockel auch an die Christuskirche zu holen. Beim Gemeindefest präsentierte Schewe als Projekt-Auditor, der die nötigen Schulungen besucht, Günter Tempel. Den Startschuss gaben dann Tempel, Schewe gemeinsam mit Landes-Synodalin Renate Käser (Euerbach) und Diakonie-Energieberater Siegfried Fuchs.

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